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Bielefelder helfen bei den Babuschkas

Kooperationsprojekt von Oberstufen-Kolleg und Heim-statt Tschernobyl e.V.

Das siebte Jahr in Folge sind diesen Sommer Kollegiatinnen und Kollegiaten des Bielefelder Oberstufen-Kollegs für einen Hilfseinsatz in Weißrussland gewesen. Seit dem Jahr 2004 besteht eine Kooperation mit dem Verein Heim-statt Tschernobyl.

In Weißrussland leben auch heute noch bis zu zwei Millionen Menschen in Gebieten, die durch die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl verstrahlt wurden. Manche Orte sind auf tausende Jahre hinweg verseucht. So ist die Umsiedelung von Menschen auch heute – 24 Jahre nach dem Unglück – ein drängendes Problem. Der 1991 durch Dietrich v. Bodelschwingh gegründete Verein Heim-statt Tschernobyl errichtet jeden Sommer zwei bis drei Häuser im unverstrahlten Norden Weißrusslands, die von deutschen und weißrussischen Freiwilligen gemeinsam gebaut werden.
Im Zentrum des Oberstufen-Kolleg-Projekts steht allerdings nicht der Bau der Umsiedelungshäuser. Die Bielefelder helfen Menschen in der Umgebung der neu errichteten Häuser. Hier leben viele alte und allein stehende Frauen, die so genannten Babuschkas (russisch für Großmutter). Die Lebensbedingungen sind extrem schlecht: Die Häuser sind einfach Blockhütten, manchmal auf die bloße Erde gestellt. Die Wände sind zugig, die Dächer undicht. „Und das obwohl die äußeren Bedingungen extrem sind: Im letzten Winter gab es meterhohen Schnee und Temperaturen von 30 Grad unter Null.“, so der angehende Bauingenieur Martin Dümmer, der die technische Leitung des Projekts innehatte.
In diesem Jahr wurden durch die Bielefelder unter anderem eine zugige Wand gedämmt, ein eingefallenes Dach neu aufgebaut, ein Ofen erneuert, ein Zaun gebaut, ein defektes Fenster repariert. „Um zu zeigen, dass man auch die Sorgen und Nöte der Alteingesessenen erkennt, leisten wir diese dringend benötigten Reparatur- und Renovierungsarbeiten.“, berichtet Ulrich v. Wedelstaedt, der die Leitung der Gruppe übernahm.

Neben der praktischen Hilfe ist aber auch die Geste entscheidend. So sind im Leben vieler Menschen die Folgen des zweiten Weltkriegs bis heute präsent. Viele Frauen haben im Krieg fast alle Angehörigen verloren. „Das wir als Deutsche dort Hilfe leisten und dabei mittlerweile gut aufgenommen werden ist keineswegs selbstverständlich“, so v. Wedelstaedt. „Die Kontinuität der Arbeit ist dabei ein entscheidender Faktor.“

Weitere Informationen zur Vereinsarbeit unter: www.heimstatt-tschernobyl.org


Von links: Ulrich v. Wedelstaedt (Leiter der Gruppe), Babuschka Katharina und Martin Dümmer (technischer Leiter des Projekts)

Projektgruppe 2010
 
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