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Wie alles begann...

Die erste zufällige Begegnung von Dietrich und Irmgard von Bodelschwingh mit Tschernobyl-Strahlenopfern in einem Krankenhaus in Belarus 1990 löste Bestürzung aus.

„Wir standen vor den Betten verstrahlter Kinder und ahnten das Ausmaß ihrer Erkrankung. Wir wussten, dass es in Deutschland viele Initiativen gibt, die Kinder zu Erholungsaufenthalten nach Deutschland holen. Wir kannten aber auch die Probleme dieser Kinder, wenn sie zurück in die verstrahlte Heimat fuhren. So suchten wir nach Möglichkeiten, den Menschen im eigenen Land zu helfen, auf gesunder Erde ein neues Zuhause aufzubauen“.

Wir entschieden uns für ein Umsiedlungs-Programm durch Holz-Lehm-Häuserbau in Selbsthilfe, an dem sich viele Menschen - auch ohne besondere Vorkenntnisse - beteiligen können. Seit 1991 fahren jährlich in den Sommermonaten Gruppen freiwilliger Helfer/innen für 3 Wochen nach Belarus und errichten im nichtverstrahlten Norden gemeinsam mit betroffenen Familien jeweils ein neues Haus.
Inzwischen sind 58 Häuser in den neuen Siedlungen Drushnaja und Stari-Lepel entstanden. Das gemeinsame Bauen mit bisher über 1500 Freiwilligen aus Belarus und Deutschland stiftete Freundschaften und ermöglichte immer neue versöhnende Begegnungen.

Unter den Zielen "Umsiedlung, Integration und Versöhnung" geht es uns darum, dass Familien mit kleinen Kindern in den neuen Siedlungen umfassend ein neues Zuhause, Arbeit und Eingliederung finden. Gleichzeitig laden wir Mütter mit Kindern aus der verstrahlten "Zone", die nicht an Erholungsurlauben im Ausland teilnehmen können, nach Drushnaja zu dreiwöchigen Erholungsurlauben im eigenen Land ein.
In den Jahren 2000 bis 2002 haben wir auf der windigen Anhöhe von Drushnaja die ersten beiden Windkraftwerke als weithin sichtbare Zeichen gegen die umweltzerstörende Atom-Energie-Nutzung errichten können. Das erste Windrad wurde ausschließlich durch Spenden finanziert und das zweite mit Unterstützung der deutschen Regierung. Das 3. Windkraftwerk wurde durch einen deutschen Kreditgeber ermöglicht und ging im August 2013 in Betrieb.
2006 konnte das erste Musterhaus nach Niedrig-Energie-Standard errichtet werden, gleichzeitig als medizinische Ambulanz zur Verbesserung der dörflichen Gesundheitsfürsorge für die Menschen in der Umgebung von Drushnaja.
2009 konnte das "Haus der Begegnung" im Umsiedlungsdorf Stari-Lepel als Passiv-Haus mit Energienutzung von Sonne und Holz (Pellets) eingeweiht werden.
Der Rohbau der 2. Medizinstation in Stari-Lepel wurde mit vielen freiwilligen Helfern 2012 errichtet und am 7. Oktober 2013 seiner Bestimmung übergeben.
Bei all diesen Vorhaben stießen wir auf Spuren der beiden Weltkriege, die dieses Land tief verwüstet haben. Wir begannen mit der historischen Aufarbeitung und kamen beim gemeinsamen Arbeiten mit Menschen zusammen, die dies z.T. noch persönlich erlebt haben. Durch Gruppenreisen haben sich seither Jugendliche und Erwachsene dieser Erinnerungsarbeit gewidmet und einen Prozess der Versöhnung im Kleinen in Gang gebracht.
Alle Aktivitäten werden ermöglicht durch einen großen Kreis von Spendern und ehrenamtlich Mitarbeitenden. Unterstützung erhielten wir auch im Rahmen des "Förderprogramms Belarus" der deutschen Regierung, durch die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft", die Stiftung „West-Östliche Begegnungen" und dem „Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit“. Auch einige deutsche Firmen, die sich der alternativen Energieerzeugung verschrieben haben, unterstützen unsere Arbeit.
Wir verstehen uns als eine bundesdeutsche Initiative zivilgesellschaftlichen Engagements und sind dafür im Jahre 2003 mit dem "Marion-Dönhoff-Förderpreis für Völkerverständigung und Versöhnung"Visualisierung für einen externen Link ausgezeichnet worden.

Edeltraud Schill

Illustration