{"id":706,"date":"2019-08-05T15:21:10","date_gmt":"2019-08-05T13:21:10","guid":{"rendered":"http:\/\/heimstatt-tschernobyl.org\/?page_id=706"},"modified":"2025-09-05T23:54:25","modified_gmt":"2025-09-05T21:54:25","slug":"oekobau-unser-partner-in-belarus","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/heimstatt-tschernobyl.org\/?page_id=706","title":{"rendered":""},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"anfang\"><br>\u00d6koBau \u2013 Unser Partner in Belarus<\/h2>\n\n\n\n<p id=\"anfang\"><br>Der \u201eInternationale gemeinn\u00fctzig-gesellschaftliche Verein \u00d6koBau\u201c (IggV \u00d6koBau) wurde 1999 als eingetragener Verein belarussischen Rechts mit Sitz in Minsk, Belarus gegr\u00fcndet und vom Justizministerium der Republik Belarus anerkannt. Der Satzungszweck ist Minimierung der Folgen der Tschernobyl-Katastrophe in der Republik Belarus und sozialen Rehabilitation von betroffenen B\u00fcrgern auf Grund der allseitigen Ursachenanalyse der Katastrophe.<\/p>\n\n\n\n<p>Die wesentliche Aufgabe in den ersten Jahren war die pers\u00f6nliche Hilfe bei der Umsiedlung von Familien aus dem Tschernobyl Gebiet. In den letzten Jahren hat sich resultierend aus dieser Arbeit aber auch als notwendiger nachhaltiger Aspekt f\u00fcr die Zukunft die Strukturhilfe entwickelt, n\u00e4mlich \u00f6kologisches und energiesparendes Bauen sowie Erzeugung und Einsatz erneuerbarer Energien.<br>Heute sind die Aufgaben des IggV \u00d6koBau daher im Wesentlichen folgende:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Humanit\u00e4re Aufgaben<\/strong><br>Bauen von Umsiedlungsh\u00e4usern f\u00fcr Familien aus dem Tschernobyl Gebiet mit den Umsiedlern und mit Freiwilligen aus Deutschland und Belarus in Form von Work-Camps. Die H\u00e4user werden in \u00f6kologischer Bauweise aus Lehm, Holz und Holzschnitzel sowie Schilfplatten zur D\u00e4mmung errichtet. Von 1999-2009 wurden insgesamt 50 Wohnh\u00e4user in zwei neuen D\u00f6rfern errichtet. In diesen Jahren haben \u00fcber 1500 Freiwillige aus beiden L\u00e4ndern in den Work-Camps mitgearbeitet.&nbsp;<br>Dar\u00fcber hinaus werden Erholungsfreizeiten f\u00fcr M\u00fctter und Kinder aus dem Tschernobyl Gebiet von deutschen und belarussischen Helfern sowie Frauenbegegnungen zwischen deutschen und belarussischen Frauen in dem ersten Umsiedlungsdorf durchgef\u00fchrt.<br><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Durchf\u00fchrung von Integrationsprojekten<\/strong><br>Um nicht nur Umsiedlern aus dem Tschernobyl Gebiet \u201esch\u00f6ne, neue H\u00e4user\u201c zu bauen, neben den alten der einheimischen Bev\u00f6lkerung, werden Projekte durchgef\u00fchrt, die auch die Einheimischen an den gemeinsamen Aufgaben beteiligen.&nbsp;<br>So wurden in Sanarotsch \u2013 neben dem ersten Umsiedlerdorf- und auch in Jurkowtschina \u2013 in der N\u00e4he des zweiten Umsiedlerdorfes- die Sanierung und die Errichtung von Kirchen finanziert und durch Mitarbeit unterst\u00fctzt.<br>Im zweiten Umsiedlerdorf in Stari Lepel wurde in gemeinsamer Planung mit der Dorfinitiative im Jahr 2009 ein kulturelles Begegnungszentrum f\u00fcr Umsiedler und die einheimische Bev\u00f6lkerung errichtet.&nbsp;<br>Jedes Jahr leisten deutsche und belarussische Jugendliche praktische Hilfen an Haus und Garten bei bed\u00fcrftigen alten Einwohnern in den Nachbargemeinden. All diese Aktivit\u00e4ten erleichtern die Integration und die Akzeptanz der Umsiedlern mit und durch die einheimische Bev\u00f6lkerung.<br><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Strukturhilfen<\/strong><br>Neben den pers\u00f6nlichen Hilfen sind Strukturhilfen erforderlich, um nicht nur die Folgen der Tschernobyl Katastrophe zu lindern sondern auch Zeichen zu setzen f\u00fcr die Zeit nach Tschernobyl und Wege aufzuzeigen f\u00fcr einen Wechsel in der Energiepolitik. So wurden als sichtbares Zeichen f\u00fcr alternative Energieerzeugung die ersten beiden und bisher einzigen Windkraftanlagen mit der j\u00e4hrlichen Erzeugung von \u00fcber 1,4 Mill.kWh sowie Solaranlagen installiert und Niedrigenergieh\u00e4user errichtet.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Diese Aktivit\u00e4ten auszubauen \u2013 insbesondere auch mit Hilfe der Tochtergesellschaft&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.oekodomstroj.by\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>\u00d6koDomStroj<\/strong><\/a>&nbsp;\u2013 wird ein Schwerpunkt der Aufgaben f\u00fcr die Zukunft sein.<br><br>Die \u00d6ffentlichkeitsarbeit muss weiter ausgebaut werden, um auch das Bewusstsein in der Bev\u00f6lkerung zu wecken f\u00fcr eine Wende in der Energiepolitik und die Chancen, die in dieser Wende liegen.<br>Da die j\u00e4hrlichen \u00dcbersch\u00fcsse der Tochtergesellschaft \u00d6koDom Stroj dem Verein IggV \u00d6koBau zuflie\u00dfen, ergibt sich hier neben der Finanzierung durch Heim-statt Tschernobyl aus Deutschland eine eigene Finanzierungsquelle, die die Abh\u00e4ngigkeit aus Deutschland vermindert.<br><br><br><a href=\"#anfang\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"144\" height=\"39\" class=\"wp-image-935\" style=\"width: 144px;\" src=\"http:\/\/heimstatt-tschernobyl.org\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/button_nach-oben.png\" alt=\"\"><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00d6koBau \u2013 Unser Partner in Belarus Der \u201eInternationale gemeinn\u00fctzig-gesellschaftliche Verein \u00d6koBau\u201c (IggV \u00d6koBau) wurde 1999 als eingetragener Verein belarussischen Rechts mit Sitz in Minsk, Belarus gegr\u00fcndet und vom Justizministerium der Republik Belarus anerkannt. 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